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Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und wir erklären Ihnen, um was es beim barrierefreien Webdesign geht…
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News
28 Nov 2008
EfA-Laborbericht, Teil 3
Web-Standards, HTML und so…
Kommen wir zum technischen Gerüst dieser Seiten. Wie bereits erwähnt basieren das HTML&CSS auf dem YAML-Framework in der neuesten Version. Da auch die letzte Version auf diesem Gerüst basierte, war die Umstellung mit ein paar ausgefeilten Suchmustern im Editor relativ leicht zu bewältigen und so manche Zeile Code hat es aus der alten Fassung auch bis herüber geschafft – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den barrierefreie Seiten durch ihre eingebaute Logik haben.
Über die Style Sheets als solche hatten wir ja bereits in der ersten Folge dieser kleinen Serie geschrieben; dort finden Sie auch den Link zum Download einer ausführlich kommentierten Fassung.
Bedeutungslehre
Unsere Seiten sind nach wie vor mit sinnvoll strukturiertem und semantischem Markup aufgebaut. Dies betrifft insbesondere die Textauszeichnungen und die Struktur der Inhalte. Da HTML aber nie alle Eventualitäten abdecken wird, kommt es zwangsläufig zu Interpretationen der Bedeutung von Elementen, die von anderen Interpretationen abweichen kann. Insofern kann man über das eine oder andere Element sicher diskutieren (z.B. in unserer ›Tag-Cloud‹ – hierzu wird es noch einen eigenen Laborbericht geben), aber in der Regel werden beide Positionen Recht behalten.
Ein Element hat die Umstellung nicht überlebt: ACRONYM wurde global durch ABBR ersetzt. Da selbst Linguisten sich nicht einigen können, welche Abkürzung denn auch ein Akronym sei, und da das ACRONYM-Element in HTML5 aller Voraussicht nach nicht mehr spezifiziert sein wird, fiel uns dieser Abschied nicht sonderlich schwer.
Lecker Adventskalender
Auch in diesem Jahr bieten die Webkrauts ihren Lesern wieder einen Adventskalender. Ab kommenden Montag geht es dieses Mal rund um das Beste aus der Praxis in allen Bereichen des Webs: Performance, JavaScript, Suchfunktionen, Barrierefreiheit, nützliche Tools, den Umgang mit Kunden, Navigationen oder auch Suchmaschinenoptimierung, um nur ein paar Themen zu nennen.
24 Themen für Web-Arbeiter, mal für Einsteiger, mal für Fortgeschrittene, nun schon im vierten Jahr in Folge. Wer neu auf webkrauts.de ist, findet auch in den letzten Adventskalendern aus den Jahren 2007, 2006 und 2005 gute Tipps und Tricks über Web-Standards und darüber hinaus.
27 Nov 2008
EfA-Laborbericht, Teil 2
Zu einem Relaunch gehört selbstverständlich, dass man sich mit der Ausstattung seiner Nutzer befasst und analysiert, mit welchen Browsern, Betriebssystemen und Monitorgrößen die Leute hier vorbeikommen. Ein Warnhinweis vorweg: bei der angenommen Zielgruppe von EfA handelt es sich überwiegend um Fachleute im engeren Sinne – hier kann man also eine höhere IT-Kompetenz als im Durchschnitt der Bevölkerung annehmen. Die folgenden Zahlen sind demnach für genau einen Server repräsentativ: diesen hier.
Verkehrsnachrichten
Bei den Browsern zeigt sich seit Jahren ein deutliches Bild hin zu modernen Browsern, die aktuelle Web-Standards sauber verarbeiten können. So hat der Firefox in diesem Jahr erstmalig die 50%-Hürde übersprungen und liegt aktuell bei 53,05% für die Versionen 1.x bis 3.x. Dieser Zuwachs ging größtenteils zu Lasten des Internet Explorer, der von Januar bis November auf 33,58% kommt (alle Versionen von 5 bis 8 zusammengenommen). Für historisch Interessierte hier zum Vergleich noch die Statistiken vom Januar diesen Jahres und vom November 2005.
Wenn man die Unterversionen einzeln betrachtet, so ergeben sich einige interessante Erkenntnisse: der IE6/XP hatte im laufenden Jahr die höchsten Verluste, sorgt aber unter der Woche immer noch für bis zu 5% der Zugriffe. Am Wochenende sinkt diese Quote dann allerdings auf 1-1,5% – was nur den Schluss zulässt, dass dieser Browser in Firmennetzen noch wesentlich häufiger Verwendung findet als in Privathaushalten. Bitte, liebe Sysadmins, fasst euch ein Herz.
Die geringe Verbreitung des IE6 unter unseren Lesern hat beim aktuellen Relaunch zu der Entscheidung geführt, diesen Browser nur noch eingeschränkt zu unterstützen. Das heisst selbstverständlich, dass alle Besucher mit dem IE6 die gleichen Seiten mit den gleichen Inhalten und Funktionen geliefert bekommen; es kann nur hier und da passieren, dass es nicht ganz so hübsch aussieht. Wie diese Auswirkung im Detail aussieht werden wir in einer kommenden Folge etwas genauer erklären.
25 Nov 2008
EfA-Laborbericht, Teil 1
Wie versprochen dokumentieren wir hier in loser Folge, was zu unserem aktuellen Relaunch geführt hat und wie die technischen und gestalterischen Hintergründe sind. Den Anfang machen wir mit der Veröffentlichung einer ausführlich kommentierten Fassung der ›Cascading Style Sheets‹ (Formatvorlagen), die Sie ab sofort auf der Seite Downloads finden.
Ein wesentlicher Unterschied der Download-Version zu der optimierten Live-Version sind die ausführlichen Kommentare im Quelltext. Dort finden Sie auch die Begründungen für Workarounds und weiterführende Links zu verbreiteten und nicht ganz so verbreiteten Browser- und Screenreader-Bugs. Falls Sie weitere Verbesserungsvorschläge haben würden wir uns freuen von Ihnen zu hören.
Übrigens: dass unsere Style Sheets formal nicht validieren ist vollste Absicht! Zum einen verwenden wir schon einiges aus dem noch nicht fertig spezifizierten CSS Level 3 – wenn man den CSS-Validator ausdrücklich drauf hinweist, dann verschwinden diese Fehler wie von Zauberhand. Zum anderen verwenden wir sog. ›vendor-specific extensions‹, um Browsern auf die Sprünge zu helfen, die diese (übrigens im im CSS-Standard genau dafür vorgesehen!) Erweiterungen benötigen, um z.B. neue Selektoren in der Praxis zu testen.
Bitte beachten Sie, dass unsere Style Sheets unter einer Creative Commons-Lizenz stehen. Das heisst: anfassen – ja; mitnehmen und 1:1 woanders verwenden – bitte nicht. Alles weitere dazu finden Sie in der Lizenz. Da unser CSS auf dem YAML-Framework basiert, darf der Hinweis auf dessen eigenständige Lizenzbedingungen und die ausführliche Dokumentation natürlich auch nicht fehlen.
21 Nov 2008
EfA ist wieder da
Was lange währt, wird endlich gut: Einfach für Alle ist optisch und technisch verbessert online. Dass sich der Relaunch und die Umstellung auf ein neues Redaktionssystem länger hingezogen haben, bitten wir zu entschuldigen. Was sich genau verändert hat, werden wir in den kommenden Tagen hier an dieser Stelle dokumentieren. Bis dahin wünschen wir viel Spaß beim Stöbern; wie immer freuen wir uns über Kommentare zu unserem Relaunch.
Artikel
Benimmregeln für Datentabellen

Für Webentwickler bedeutete die Umstellung von Tabellen auf CSS, dass sie alte Gewohnheiten vergessen mussten. Sämtliche Techniken und Kniffe aus den Zeiten von Layout-Tabellen sind scheinbar ›verlernt‹. Das richtige Umsetzen echter Datentabellen erfordert jedoch eine Rückbesinnung: man muss sich wieder mühsam in die Spezifikationen einlesen und in das Tabellenmodell von HTML hineindenken.
Wie man tabellarische Daten so aufbereitet, dass sie nicht nur hübsch aussehen, sondern auch mit den assistiven Programmen von Menschen mit Behinderung optimal nutzbar sind erfahren Sie in unserer neuen Serie:
Interview zur BITV2.0

Die Bundesregierung will durch die Nutzung moderner IKT die Teilhabe und Selbstbestimmung behinderter Menschen verbessern. Deshalb arbeitet das BMAS an zwei Projekten in diesem Bereich: Der Überarbeitung der »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) und dem Aufbau einer Internetplattform im Sinne eines ›one-stop-shop‹ für Belange von Menschen mit Behinderungen. Dort sollen vorhandene und relevante Internetangebote gebündelt oder vernetzt werden.
Ein Interview mit Erika Huxhold, Leiterin der Abteilung V ›Belange behinderter Menschen, Rehabilitation, Sozialhilfe‹.
»Oops, wo bin ich?« – Ein Herz für Tastaturnutzer

In den Richtlinien zur Barrierefreiheit finden sich viele Vorgaben zur geräteunabhängigen Bedienung. Üblicherweise wird darunter die Bedienung ohne Maus, also per Tastatur oder anderen Eingabegeräten verstanden. Dabei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um die Gestaltung der Interaktion und das visuelle Feedback für den Nutzer. Im Artikel möchten wir einige Lösungen zeigen, mit denen Sie mit einfachsten Mitteln und im Idealfall ohne Eingriff in den HTML-Code einer Site ein ›mehr‹ an Zugänglichkeit für Nutzer mit motorischen Behinderungen erreichen können.
Reine Formsache

Ausfüllen, abschicken, fertig: Diskussionen in Foren und Weblogs, Jobangebote und –gesuche in Stellenbörsen, Fahrplanauskünfte bei der Bahn oder Bestellungen und Bezahlung in Online-Shops funktionieren mit Formularen. Redaktionssysteme und Weblogs arbeiten in der Regel formularbasiert. Formulare sind oft der Kern interaktiver Angebote und Grundlage der Kommunikation zwischen Anbietern und Nutzern einer Webseite. Wie Sie diese barrierefrei gestalten zeigt unsere neue Serie:
»Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript«
BITV Reloaded

Seit Juli 2002 gibt es die BITV des Bundes, die in vielen Bundesländern in geltendes Recht übernommen wurde. Mittlerweile sind sämtliche in der Bundes-BITV gesetzten Fristen abgelaufen und das Web hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch weiterentwickelt. Grund genug, sich die Verordnung nochmals genau anzusehen und zu überlegen, was sich bewährt hat und was nicht. Dazu betrachten wir in einer neuen Serie die einzelnen Punkte der BITV erneut, bewerten ihre Umsetzbarkeit der Anforderungen 1-14 und stellen leicht nachvollziehbare Beispiele von typischen Barrieren und Techniken zu deren Vermeidung vor: »BITV Reloaded«.
Alles weitere zur BITV:
EfA-Special: Barrierefreie PDF-Dokumente

»Checkliste: barrierefreie PDF-Dokumente« – eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente mit Tipps für verbesserte Arbeitsabläufe, damit diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können. Diese Anleitung gibt es auch als barrierefreie PDF-Version zum Download:
Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf
Was es darüber hinaus bei der Erstellung zugänglicher PDF-Dokumente zu beachten gilt beschreibt der Artikel von Jan Hellbusch:
»Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente«;
Audioversion des Artikels:
PDF-barrierefrei.mp3 (MP3-Datei, ca. 6,4 MB)
Alles über den wirklichen Stand der Barrierefreiheit bei PDF-Dokumenten finden Sie in einem Artikel von Joe Clark:
»Fakten und Meinungen zur Barrierefreiheit von PDF«.
Wenn Sie ältere Versionen der benötigten Software einsetzen, können Sie auch mit dieser brauchbare Resultate erzielen:
»PDF-Dokumente barrierefrei – lesbar für Alle«
Weitere Artikel:
- Warum visuelle Einfachheit der Usability schaden kann
- Einfach zu sein bedeutet mehr als man bei oberflächlicher Betrachtung erkennen kann.
- Grafische Zugangscodes sperren Internetnutzer aus
- CAPTCHAs verwehren blinden, sehbehinderten und kognitiv behinderten Menschen den Zugang.
- Kognitive Behinderungen und Barrierefreiheit
- Kognitive Behinderungen sind die von Webentwicklern am wenigsten verstandenen und diskutierten Behinderungen.
- Lernbehinderung und Barrierefreiheit
- Ein bislang zu wenig beachteter Aspekt ist der Zugang für Benutzer mit Lese- und Rechtschreibschwäche…
- Tastaturbedienung und Tabindex
- Widersprüche in der Barrierefreiheit: Gut strukturierte Webseiten brauchen eigentlich keine zusätzliche Angabe von tabindex.
- Zett Punkt Bee Punkt
- Was sind Abkürzungen und was sind Akronyme? Warum sollte man diese auszeichnen? Wie geht es auch ohne HTML?
- Image Replacement nicht zugänglich für Sehbehinderte
- Durch diese Technik werden sehbehinderte Nutzer mit individuellen Farbeinstellungen ausgeschlossen…
- Wie man sieht, dass eine Website barrierefrei ist?
- Gar nicht. Das ist ja das Schöne…
- Gestaltung und Zugänglichkeit
- Vielleicht erinnern Sie sich noch an die dunkle Vergangenheit der Webentwicklung…
- Flash MX und die WCAG-Richtlinien
- Der Artikel geht der Frage nach, wie sich die BITV auf Flash anwenden lässt…
- Textversion = Barrierefrei?
- Immer wieder taucht der unsinnige Vorschlag auf, eine Nur-Text-Version anzubieten und schon sei man barrierefrei…

