BIENE landet Anfang 2009

Preisverleihung des BIENE-Wettbewerbs am 30. Januar / Veranstalter verlängern Testphase wegen hoher Zahl komplexer Angebote
Die Preisverleihung der BIENE 2008, des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetangebote, findet am 30. Januar im Jüdischen Museum in Berlin statt: BIENE landet Anfang 2009 …

News

28 Nov 2008

Web-Standards, HTML und so…

Kommen wir zum technischen Gerüst dieser Seiten. Wie bereits erwähnt basieren das HTML&CSS auf dem YAML-Framework in der neuesten Version. Da auch die letzte Version auf diesem Gerüst basierte, war die Umstellung mit ein paar ausgefeilten Suchmustern im Editor relativ leicht zu bewältigen und so manche Zeile Code hat es aus der alten Fassung auch bis herüber geschafft – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den barrierefreie Seiten durch ihre eingebaute Logik haben.

Über die Style Sheets als solche hatten wir ja bereits in der ersten Folge dieser kleinen Serie geschrieben; dort finden Sie auch den Link zum Download einer ausführlich kommentierten Fassung.

Bedeutungslehre

Unsere Seiten sind nach wie vor mit sinnvoll strukturiertem und semantischem Markup aufgebaut. Dies betrifft insbesondere die Textauszeichnungen und die Struktur der Inhalte. Da HTML aber nie alle Eventualitäten abdecken wird, kommt es zwangsläufig zu Interpretationen der Bedeutung von Elementen, die von anderen Interpretationen abweichen kann. Insofern kann man über das eine oder andere Element sicher diskutieren (z.B. in unserer ›Tag-Cloud‹ – hierzu wird es noch einen eigenen Laborbericht geben), aber in der Regel werden beide Positionen Recht behalten.

Ein Element hat die Umstellung nicht überlebt: ACRONYM wurde global durch ABBR ersetzt. Da selbst Linguisten sich nicht einigen können, welche Abkürzung denn auch ein Akronym sei, und da das ACRONYM-Element in HTML5 aller Voraussicht nach nicht mehr spezifiziert sein wird, fiel uns dieser Abschied nicht sonderlich schwer.

Weiterlesen …

Auch in diesem Jahr bieten die Webkrauts ihren Lesern wieder einen Adventskalender. Ab kommenden Montag geht es dieses Mal rund um das Beste aus der Praxis in allen Bereichen des Webs: Performance, JavaScript, Suchfunktionen, Barrierefreiheit, nützliche Tools, den Umgang mit Kunden, Navigationen oder auch Suchmaschinenoptimierung, um nur ein paar Themen zu nennen.

24 Themen für Web-Arbeiter, mal für Einsteiger, mal für Fortgeschrittene, nun schon im vierten Jahr in Folge. Wer neu auf webkrauts.de ist, findet auch in den letzten Adventskalendern aus den Jahren 2007, 2006 und 2005 gute Tipps und Tricks über Web-Standards und darüber hinaus.

27 Nov 2008

Zu einem Relaunch gehört selbstverständlich, dass man sich mit der Ausstattung seiner Nutzer befasst und analysiert, mit welchen Browsern, Betriebssystemen und Monitorgrößen die Leute hier vorbeikommen. Ein Warnhinweis vorweg: bei der angenommen Zielgruppe von EfA handelt es sich überwiegend um Fachleute im engeren Sinne – hier kann man also eine höhere IT-Kompetenz als im Durchschnitt der Bevölkerung annehmen. Die folgenden Zahlen sind demnach für genau einen Server repräsentativ: diesen hier.

Verkehrsnachrichten

Bei den Browsern zeigt sich seit Jahren ein deutliches Bild hin zu modernen Browsern, die aktuelle Web-Standards sauber verarbeiten können. So hat der Firefox in diesem Jahr erstmalig die 50%-Hürde übersprungen und liegt aktuell bei 53,05% für die Versionen 1.x bis 3.x. Dieser Zuwachs ging größtenteils zu Lasten des Internet Explorer, der von Januar bis November auf 33,58% kommt (alle Versionen von 5 bis 8 zusammengenommen). Für historisch Interessierte hier zum Vergleich noch die Statistiken vom Januar diesen Jahres und vom November 2005.

Wenn man die Unterversionen einzeln betrachtet, so ergeben sich einige interessante Erkenntnisse: der IE6/XP hatte im laufenden Jahr die höchsten Verluste, sorgt aber unter der Woche immer noch für bis zu 5% der Zugriffe. Am Wochenende sinkt diese Quote dann allerdings auf 1-1,5% – was nur den Schluss zulässt, dass dieser Browser in Firmennetzen noch wesentlich häufiger Verwendung findet als in Privathaushalten. Bitte, liebe Sysadmins, fasst euch ein Herz.

Die geringe Verbreitung des IE6 unter unseren Lesern hat beim aktuellen Relaunch zu der Entscheidung geführt, diesen Browser nur noch eingeschränkt zu unterstützen. Das heisst selbstverständlich, dass alle Besucher mit dem IE6 die gleichen Seiten mit den gleichen Inhalten und Funktionen geliefert bekommen; es kann nur hier und da passieren, dass es nicht ganz so hübsch aussieht. Wie diese Auswirkung im Detail aussieht werden wir in einer kommenden Folge etwas genauer erklären.

Weiterlesen …

25 Nov 2008

Wie versprochen dokumentieren wir hier in loser Folge, was zu unserem aktuellen Relaunch geführt hat und wie die technischen und gestalterischen Hintergründe sind. Den Anfang machen wir mit der Veröffentlichung einer ausführlich kommentierten Fassung der ›Cascading Style Sheets‹ (Formatvorlagen), die Sie ab sofort auf der Seite Downloads finden.

Ein wesentlicher Unterschied der Download-Version zu der optimierten Live-Version sind die ausführlichen Kommentare im Quelltext. Dort finden Sie auch die Begründungen für Workarounds und weiterführende Links zu verbreiteten und nicht ganz so verbreiteten Browser- und Screenreader-Bugs. Falls Sie weitere Verbesserungsvorschläge haben würden wir uns freuen von Ihnen zu hören.

Übrigens: dass unsere Style Sheets formal nicht validieren ist vollste Absicht! Zum einen verwenden wir schon einiges aus dem noch nicht fertig spezifizierten CSS Level 3 – wenn man den CSS-Validator ausdrücklich drauf hinweist, dann verschwinden diese Fehler wie von Zauberhand. Zum anderen verwenden wir sog. ›vendor-specific extensions‹, um Browsern auf die Sprünge zu helfen, die diese (übrigens im im CSS-Standard genau dafür vorgesehen!) Erweiterungen benötigen, um z.B. neue Selektoren in der Praxis zu testen.

Bitte beachten Sie, dass unsere Style Sheets unter einer Creative Commons-Lizenz stehen. Das heisst: anfassen – ja; mitnehmen und 1:1 woanders verwenden – bitte nicht. Alles weitere dazu finden Sie in der Lizenz. Da unser CSS auf dem YAML-Framework basiert, darf der Hinweis auf dessen eigenständige Lizenzbedingungen und die ausführliche Dokumentation natürlich auch nicht fehlen.

21 Nov 2008

Was lange währt, wird endlich gut: Einfach für Alle ist optisch und technisch verbessert online. Dass sich der Relaunch und die Umstellung auf ein neues Redaktionssystem länger hingezogen haben, bitten wir zu entschuldigen. Was sich genau verändert hat, werden wir in den kommenden Tagen hier an dieser Stelle dokumentieren. Bis dahin wünschen wir viel Spaß beim Stöbern; wie immer freuen wir uns über Kommentare zu unserem Relaunch.

Artikel

Für Webentwickler bedeutete die Umstellung von Tabellen auf CSS, dass sie alte Gewohnheiten vergessen mussten. Sämtliche Techniken und Kniffe aus den Zeiten von Layout-Tabellen sind scheinbar ›verlernt‹. Das richtige Umsetzen echter Datentabellen erfordert jedoch eine Rückbesinnung: man muss sich wieder mühsam in die Spezifikationen einlesen und in das Tabellenmodell von HTML hineindenken.

Wie man tabellarische Daten so aufbereitet, dass sie nicht nur hübsch aussehen, sondern auch mit den assistiven Programmen von Menschen mit Behinderung optimal nutzbar sind erfahren Sie in unserer neuen Serie:

»Benimmregeln für Datentabellen«

Die Bundesregierung will durch die Nutzung moderner IKT die Teil­habe und Selbst­bestimmung behinderter Menschen verbessern. Deshalb arbeitet das BMAS an zwei Projekten in diesem Bereich: Der Über­arbeitung der »Barriere­freie Infor­mations­technik Ver­ord­nung« (BITV) und dem Aufbau einer Inter­net­platt­form im Sinne eines ›one-stop-shop‹ für Belange von Menschen mit Behin­derungen. Dort sollen vor­handene und relevante Inter­net­ange­bote gebündelt oder vernetzt werden.

Ein Interview mit Erika Huxhold, Leiterin der Abteilung V ›Belange behinderter Menschen, Rehabilitation, Sozialhilfe‹.

In den Richtlinien zur Barriere­frei­heit finden sich viele Vor­gaben zur geräte­unab­hängigen Bedienung. Üblicher­weise wird darunter die Bedienung ohne Maus, also per Tastatur oder anderen Ein­gabe­geräten verstanden. Dabei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um die Gestaltung der Inter­aktion und das visuelle Feedback für den Nutzer. Im Artikel möchten wir einige Lösungen zeigen, mit denen Sie mit einfachsten Mitteln und im Idealfall ohne Eingriff in den HTML-Code einer Site ein ›mehr‹ an Zugänglich­keit für Nutzer mit motorischen Behin­derungen erreichen können.

»›Oops, wo bin ich?‹ – Ein Herz für Tastaturnutzer«

Ausfüllen, abschicken, fertig: Diskussionen in Foren und Weblogs, Jobangebote und –gesuche in Stellen­börsen, Fahrplan­aus­künfte bei der Bahn oder Bestellungen und Bezahlung in Online-Shops funktionieren mit Formu­laren. Redak­tions­systeme und Web­logs arbeiten in der Regel formu­lar­basiert. Formu­lare sind oft der Kern inter­aktiver Ange­bote und Grund­lage der Kommu­nika­tion zwischen Anbie­tern und Nutzern einer Webseite. Wie Sie diese barrierefrei gestalten zeigt unsere neue Serie:

»Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript«

Seit Juli 2002 gibt es die BITV des Bundes, die in vielen Bundes­ländern in geltendes Recht über­nommen wurde. Mittlerweile sind sämtliche in der Bundes-BITV gesetzten Fristen abgelaufen und das Web hat sich in den vergangenen Jahren drama­tisch weiter­entwickelt. Grund genug, sich die Verord­nung nochmals genau anzu­sehen und zu überlegen, was sich bewährt hat und was nicht. Dazu betrachten wir in einer neuen Serie die einzelnen Punkte der BITV erneut, bewerten ihre Umsetz­bar­keit der An­forder­ungen 1-14 und stellen leicht nach­vollzieh­bare Bei­spiele von typischen Barrieren und Techniken zu deren Vermei­dung vor: »BITV Reloaded«.

Alles weitere zur BITV:

EfA-Special: Barrierefreie PDF-Dokumente

»Checkliste: barriere­freie PDF-Dokumente« – eine kurze Ein­führung in die Erstellung barrierefreier PDF-Doku­mente mit Tipps für ver­besserte Arbeits­abläufe, damit diese für eine Viel­zahl von Nutzer­gruppen zugäng­lich aufbe­reitet werden können. Diese An­leitung gibt es auch als barriere­freie PDF-Version zum Down­load:
Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf

Was es darüber hinaus bei der Erstellung zugänglicher PDF-Dokumente zu beachten gilt beschreibt der Artikel von Jan Hellbusch:
»Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente«;
Audio­version des Artikels:
PDF-barrierefrei.mp3 (MP3-Datei, ca. 6,4 MB)

Alles über den wirklichen Stand der Barriere­freiheit bei PDF-Dokumenten finden Sie in einem Artikel von Joe Clark:
»Fakten und Meinungen zur Barriere­freiheit von PDF«.

Wenn Sie ältere Versionen der benötigten Soft­ware einsetzen, können Sie auch mit dieser brauch­bare Resultate erzielen:
»PDF-Dokumente barrierefrei – lesbar für Alle«

Weitere Artikel:

Warum visuelle Einfachheit der Usability schaden kann
Einfach zu sein bedeutet mehr als man bei ober­flächlicher Betrachtung erkennen kann.
Grafische Zugangs­codes sperren Internet­nutzer aus
CAPTCHAs verwehren blinden, seh­behinderten und kognitiv behinderten Menschen den Zugang.
Kognitive Behinderungen und Barriere­freiheit
Kognitive Behinderungen sind die von Web­entwicklern am wenigsten verstandenen und diskutierten Behinderungen.
Lernbehinderung und Barrierefreiheit
Ein bislang zu wenig beachteter Aspekt ist der Zugang für Benutzer mit Lese- und Recht­schreib­schwäche…
Tastatur­bedienung und Tabindex
Widersprüche in der Barriere­freiheit: Gut strukturierte Webseiten brauchen eigentlich keine zusätzliche Angabe von tabindex.
Zett Punkt Bee Punkt
Was sind Abkürzungen und was sind Akronyme? Warum sollte man diese auszeichnen? Wie geht es auch ohne HTML?
Image Replacement nicht zugänglich für Sehbehinderte
Durch diese Technik werden sehbehinderte Nutzer mit individuellen Farb­einstellungen ausgeschlossen…
Wie man sieht, dass eine Website barrierefrei ist?
Gar nicht. Das ist ja das Schöne…
Gestaltung und Zugänglichkeit
Vielleicht erinnern Sie sich noch an die dunkle Vergangen­heit der Webentwicklung…
Flash MX und die WCAG-Richtlinien
Der Artikel geht der Frage nach, wie sich die BITV auf Flash anwenden lässt…
Textversion = Barrierefrei?
Immer wieder taucht der unsinnige Vorschlag auf, eine Nur-Text-Version anzubieten und schon sei man barrierefrei…